Wir sind nicht allein: Jugendaktionen und -positionen zu Rio+20

In den letzten beiden Tagen haben wir uns eingerichtet und umgeschaut. Morgen früh beginnt der Youth Blast – die offizielle Jugendvorkonferenz. Wir werden eine ganze Reihe an verschiedenen Workshops dort anbieten: Wir organisieren unter anderem ein Treffen der Europäer und eines für alle offiziellen Jugenddelegierten.

Außer uns mischen sich übrigens auch eine Reihe weiterer Jugendorganisationen und -initiativen bei Rio+20 mit:

  • Mit der Aktion Green Hand Day möchte die Evangelische Jugend einladen, Rio+20 kritisch in den Blick zu nehmen. Auf der Website wird die Konferenz in einfachen Worten erklärt und es besteht die Möglichkeit, eigene Aktionen zu Rio in eine Übersicht einzutragen. Außerdem werden zwei Jugendliche in einem Videoblog über ihre Eindrücke von der Konferenz berichten.
  • Terre des hommes möchte die Konferenz im Sinne der Kinderrechte beeinflussen und den UN-Gipfel als Plattform für ihre Forderung nach Durchsetzung ökologischer Kinderrechte nutzen. Auch die, um deren Zukunft es hier geht, werden Stellung beziehen. So nehmen am Gipfel auch neun Jugendliche aus terre des hommes-Aktionsgruppen und -projekten teil, um ihre Forderungen vorzubringen.
  • Auch das Projekt Youthinkgreen wird vor Ort sein. Youthinkgreen bildet internationale Jugend-KlimabotschafterInnen aus und wird während Rio+20 ein Parallel Event im Deutschen Pavillon veranstalten. 
  • Das Netzwerk Peer-Leader-International sammelt Messages to Rio und wird diese ebenfalls bei einer Veransaltung im Deutschen Pavillon vorstellen.

Einige Verbände fahren zwar nicht selbst nach Rio, werden aber zuhause aktiv:

  • Das Jugendrotkreuz hat gemeinsam mit der Kindernothilfe ebenfalls ein Positionspapier veröffentlicht und anlässlich von Rio+20 die neue Kampagne Klimahelfer gestartet.

Fehlt etwas? Wir möchten diese Übersicht gerne vervollständigen. Bitte schreibt uns an jugenddelegierte@dbjr.de, wenn ihr selbst ein Positionspapier zu Rio+20 verabschiedet habt, eine Aktion veranstaltet oder selbst mit einem Projekt in Rio seid.

Nach den Informals ist vor Rio+20!

In der letzten Woche wurde bei zusätzlichen „informals“ weiter über das Ergebnis von Rio+20 verhandelt. Bevor ich dafür noch mal nach New York gefahren bin, hatte ich mich ziemlich pessimistisch über die Aussichten geäußert. Was hat sich getan? Die Kurzfassung: Statt 10% sind jetzt 30% des Abschlussdokuments vorläufig vereinbart. Davon abgesehen, hat sich in New York einiges getan.

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Zur Erinnerung: Heute in zwei Wochen kommen über 100 Staats- und Regierungschefs und Minister in Rio zusammen, um über „The Future We Want“ zu sprechen. Sie werden Monologe halten und (hoffentlich) das Abschlussdokument verabschieden, dass seit Januar verhandelt wird. Da die Verhandlungen sich nach den letzten geplanten Verhandlungen Anfang Mai in der Sackgasse befanden, wurde in der vergangenen Woche eine weitere Sitzung eingeschoben. Weiterlesen

Keine Tage mehr zum Vertagen: Vor den letzten Vorverhandlungen

Schon in vier Wochen wird Rio+20 Geschichte sein. Wird es eine gute Geschichte werden oder einfach eine weitere Großkonferenz ohne wirkliche Veränderung? Noch scheint vieles offen. Da alle Vorverhandlungen bisher in Detailfragen stecken geblieben sind, startet am Dienstag in New York eine zusätzliche, letzte Verhandlungswoche.

Nach 5 Monaten liegt ein Verhandlungsmarathon hinter uns, der seinesgleichen sucht: Seit Dezember trafen sich die Delegationen mindestens alle 4 Wochen zu „Intersessionals“ und „Informal-Informal Consultations“ in New York. Seit Januar wurde das Abschlussdokument auf Grundlage eines „Nullentwurfs“ verhandelt. Der Text ist zwischenzeitlich von 20 auf fast 300 Seiten angewachsen und kaum wiederzuerkennen. Eine Einigung ist allerdings noch lange nicht in Sicht: Während der letzten Verhandlungsrunde konnten sich die Delegierten nur auf ca. 10% des Textes einigen, der Rest blieb offen. Weiterlesen

Strategien für den Endspurt: Vorbereitungstreffen der europäischen Jugendvertreter

Schon in vier Wochen versammelt sich die Welt in Rio zur angeblich größten UN-Konferenz aller Zeiten. Die Verhandlungen über das Abschlussdokument befinden sich jedoch in der Sackgasse: über die wenigsten Abschnitte des mittlerweile 175 Seiten langen Entwurfs konnte bisher eine Einigung erzielt werden, ganz wesentliche Konflikte wurden bisher kaum diskutiert.

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Höchste Zeit, Pläne für den Endspurt und die Konferenz zu schmieden. Dank der Unterstützung des Bundesumweltministeriums konnten wir uns dazu am vergangenn Wochenende mit rund 20 europäischen JugendvertreterInnen in Bonn treffen. Weiterlesen

Informal Informal Negotiations – Ein Update zu den informellen Vorverhandlungen zu Rio+20

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Die letzten zwei Wochen fand die zweite Runde informeller Vorverhandlungen zu Rio+20, die sogenannt „informal informal negotiations on the zero draft“ in New York im UN-Headquater statt. Es sollten die letzten Vorverhandlungen vor der Prep-Com und der Rio+20 Konferenz in Rio de Janeiro im Juni diesen Jahres und somit das letzte wichtige Treffen sein, an dem alle beteiligten Länder zusammen kommen und über den Text debattieren.

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Nach den Informals: Kein Fortschritt, kein Kompromissentwurf

In den zurückliegenden anderthalb Verhandlungswochen haben sich die Staaten zweimal durch den Verhandlungstext gequält, der mittlerweile mehr als 200 Seiten umfasst. Am Ende der ersten Verhandlungsrunde lässt sich leider kein wesentlicher Fortschritt erkennen.

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In den letzten Tagen hörte ich häufig Delegierte und NGO-Vertreter klagen, der Text sei „mushroomed“, also zu einem unüberschaubaren Chaos angewachsen. Tatsächlich taten sich selbst Experten mit langjähriger Erfahrung hin und wieder schwer, die verschiedenen Positionen, Formulierungen und strukturellen Vorstellungen zu überblicken. Weiterlesen

Informal-informals in New York: Verhandlungen über das Rio-Abschlussdokument

The future we want ist von 19 auf etwa 180 Seiten angewachsen. Das UN-Sekretariat hat die vielen Änderungswünsche, die von den Staaten in den vergangenen Wochen schriftlich angemeldet wurden, in einem „Compilation document“ zusammengeführt. Diese Zusammenstellung dient nun als Grundlage für die Verhandlungen, die bis kommenden Dienstag in New York stattfinden. Weiterlesen

Rio-Briefing: Aktualisierte Fassung

Seit wir im vergangenen September die erste Version unseres Rio+20-Briefings veröffentlicht haben, hat sich im Prozess viel getan. Zeit für ein Update! Auch aufgrund der positiven Resonanz haben wir das Briefing komplett aktualisiert: Rio+20: Prozesse, Erwartungen und Beteiligungsmöglichkeiten (aktualisierte Fassung).

Das Papier fasst jetzt die Prozesse der letzten Monate zusammen und gibt einen Ausblick auf die verbleibenden Schritte im Vorbereitungsprozess. Dennoch bleibt es ein Papier zum Einstieg in die Thematik Rio+20 für alle, die sich noch nicht näher mit Rio+20 beschäftigt haben. Wir freuen auf auf Eure Vorschläge und Anregungen!

Reinlesen: Materialien zu Rio+20

Im Zusammenhang mit Rio+20 wird häufig auf den geschichtlichen Hintergrund verwiesen: Die internationale Diskussion um Nachhaltige Entwicklung begann schon vor Jahrzehnten, als „Startpunkt“ wird häufig die Konferenz über die menschliche Umwelt von 1972 genannt. Seitdem fanden unzählige große und kleine UN-Konferenzen zu Umwelt- und Entwicklungsfragen statt. Auch wenn die tatsächlichen Auswirkungen dieser Konferenzen gering waren, wurden viele wichtige Leitentscheidungen getroffen, auf die man auch heute noch aufbauen kann.

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